Die Arcanum Stiftung setzt sich dafür ein, Kindern in Entwicklungsländern die Chance auf eine bessere Zukunft zu eröffnen. Diese Projekte bilden den wichtigsten Förderschwerpunkt der Stiftung.

Im agraisch geprägten Burundi wird der Boden knapp. Das Land zählt bereits heute zu den am dichtesten besiedelten Ländern Afrikas. Das Bevölkerungswachstum von 3,6% pro Jahr sowie die zurückkehrenden Bürgerkriegsflüchtlinge erhöhen den Bevölkerungsdruck noch weiter, während gleichzeitig die Parzellen durch die Erbteilung immer kleiner werden.

Damit die Parzellen ihre Bewohner weiter ernähren können, wird es darauf ankommen, die traditionellen Anbaumethoden zu verbessern, um den Ertrag des Bodens zu steigern. Mit Unterstützung der Arcanum Stiftung hat die Fondation Stammm daher zwei „Centres de Rayonnement et de Developpement Agricole“ (CERDA) im Hinterland Burundis aufgebaut; eines in der Provinz Ngozi und eines in Muiynga.

Zehn Jahre lang, von 2007 bis 2017, sind in den beiden Zentren junge Bauern aus der Umgebung in einer Ausbildung geschult worden, die neben Ackerbau und Viehzucht ein besonderes Gewicht auf die Methoden der Wiederaufforstung legte.

Seit 2017 wird das Programm in zwei Komponenten weitergeführt: Die beiden Höfe sind inzwischen staatlich zertifizierte Saatgut-Zentren, die den Bauern der Umgebung leistungsfähiges und widerstandsfähiges Saatgut zur Verfügung stellen. Mit dieser Schwerpunktsetzung eröffnet sich die Perspektive, Einnahmen zu generieren, die in absehbarer Zeit den Unterhalt der Höfe weitgehend finanzieren.

Parallel dazu zielt eine zweite Komponente des Projektes darauf ab, die Bauern in den umliegenden Regionen zu stärken, z.B. durch Schulungen vor Ort (Field Farmer Schools), durch die Vergabe von Mikrokrediten oder durch den Aufbau von Spargruppen, in denen sich Absolventen der Zentren zusammenschließen. Mit einer Förderung durch das deutsche Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) werden die genossenschaftlichen Strukturen, die um die beiden Zentren herum entstanden sind, weiter gestärkt. Im Rahmen des Projektes sollen diese Strukturen in landwirtschaftliche Kooperativen überführt werden, die es den Familien erlauben, ihre Erträge und Einkünfte nachhaltig zu steigern.

Mehr Informationen unter www.fondation-stamm.org/

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