Die Arcanum Stiftung setzt sich dafür ein, Kindern in Entwicklungsländern die Chance auf eine bessere Zukunft zu eröffnen. Diese Projekte bilden den wichtigsten Förderschwerpunkt der Stiftung.

Mit der Niederlegung der Waffen durch die letzte Bürgerkriegsarmee, der Hutu-Guerilla FNL, ging 2009 der Bürgerkrieg in Burundi nach 16 Jahren endgültig zu Ende. Trotz staatlicher Demobilisierungsprogramme verlief die Demobilisierung der Rebellengruppen allerdings schleppend und unvollständig. Die meisten Ex-Kombattanten sind heute arbeitslos und verfügen weder über eine ausreichende Schulbildung noch über ein tragfähiges soziales Netz.

Sie bilden eine soziale Randgruppe von Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die außer Kämpfen nichts gelernt haben. Ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft hat hohe Priorität, denn diese Gruppe stellt ein gefährliches Mobilisierungspotential für diejenigen Kräfte dar, die aus Machtinteresse mit der Option einer Rückkehr zu bewaffneten Auseinandersetzungen spielen.

Das Projekt unserer Partnerorganisation OAP gliedert 800 ehemalige Rebellen, unter ihnen viele Kindersoldaten, wieder in die Gesellschaft ein, indem sie in ein so genanntes „Cash-for-Work“-Programm einbezogen werden. Sie leisten in ihren Kommunen Arbeiten im Erosions- und Hochwasserschutz und erhalten dafür – neben einem Gehalt – die Anerkennung ihrer Mitbürger. Darüber hinaus bekommen Sie Mittel, mit denen sie kleine genossenschaftlich organisierte Unternehmen starten können, um langfristig einen Lebensunterhalt aufzubauen. Das Projekt findet in der Provinz Bujumbura Rural statt, die rund um die Hauptstadt Bujumbura liegt und ein strategisch wichtiges Rückzugsgebiet der Rebellen war.

Die „Organisation d’appui à l’auto-promotion“ (OAP) wurde 1993 gegründet und ist bekannt für ihren niederschwelligen Ansatz, der explizit darauf aufbaut, die lokale Bevölkerung in die Verantwortung zu nehmen. Das Projekt wird ko-finanziert von OXFAM Deutschland.

Mehr Informationen unter: www.oapburundi.bi

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